Human Reloaded

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Barbara Sas
„Human Reloaded“ ist eine Koproduktion von Lehrlingen der Lehrberufe "FriseurIn und PerückenmacherIn" und "FotografIn" mit Unterstützung des Performancekünstlers Andreas Riegler. Ausgehend vom Thema „interaktiv“ wird die selbständige Gestaltung und Entwicklung von inszenierten fotografischen Selbstdarstellungen und die Auseinandersetzung mit neuen Medien, Inszenierung und Performance ermöglicht.
Berufsschulen Hütteldorferstraße
Hütteldorferstraße 7-17
1150 Wien
Schulfächer
  • Praxis
  • Praxis
Schwerpunkte
  • Digitalisierung
  • Kultur
  • Digitalisierung
  • /Kultur
Alter
  • Sekundarstufe II
  • Sekundarstufe II
Zeitraum
Schuljahr 2016/2017

Idee / Ziele

Die Grundidee hinter dem Projekt ist es, den Teilnehmer*innen die Beschäftigung mit der eigenen Selbstdarstellung zum Thema „interaktiv“ zu ermöglichen. Die Teilnehmenden entwickeln eine Bildidee und setzen diese in lehrberufsgemischten Teams um. Die Schüler*innen sollen dadurch die Möglichkeit bekommen, sich mit neuen Rollen, Arbeitsbereichen und dem eigenen Selbstbildnis auseinanderzusetzen. Ziel ist die Produktion von fotografischen Selbstportraits und die Gestaltung einer Ausstellung/Präsentation des Projekts.

Umsetzung / Ablauf

Die Schritte des Projektes waren: Kennenlernen, Konzeptentwicklung, Studiotermine, Nachbearbeitung, Reflexion, Ausstellung.

Zu Beginn des Projekts geschah ein erstes Kennenlernen der teilnehmenden Personen, sowie eine Annäherung an das Thema. Dazu trafen wir uns in der Werkstatt der Friseur*innen und im Studio der Fotograf*innen. Die Schüler*innen lernten so das Umfeld ihrer Projektpartner*innen kennen und bekamen Einblicke in das Leben des Künstlers. An den darauffolgenden Terminen näherten wir uns dem Projektthema „Selbstinszenierung“ und „interaktiv“ und bildeten Gruppen für die Konzeptarbeit. Mit Hilfe von Rollenspielen, theatralen Methoden und Übungen zur Körperwahrnehmung, Körpersprache, Mimik und Gestik konnten Hemmschwellen überwunden (bzgl. Ausdruck und Selbstdarstellung) und das eigene Handlungsrepertoire erweitert werden. Während der Konzepterarbeitung beschäftigten wir uns außerdem mit Maske, Kostüm und Bildaufbau.

Für die Umsetzung fanden zehn Fotoshootings an vier Tagen statt. Jene Person, die Idee und Konzept entwickelt hatte, fungierte gleichzeitig als Auftraggeber*in, und - im Sinne der Selbstinszenierung - als Model. Wichtig war uns, dass jede*r selbstbestimmt über das eigene Bild bestimmen kann.

Nachdem alle Fotoshootings abgeschlossen waren, wurde an der Postproduktion und an einem Konzept für die Ausstellung gearbeitet. Im Zuge dessen gab es auch eine Reflexion des Arbeitsprozesses. Die erste Präsentation des Projekts fand am Sommerfest des KUS Netzwerk statt.

Learnings

Bei diesem lehr­be­rufs­über­grei­fen­den Projekt über­nah­men die Teilnehmer*innen einer­seits fach­spe­zi­fi­sche Aufgaben, ande­rer­seits pro­bier­ten sie dem eigenen Arbeits­feld fremde Tätig­kei­ten aus. Bei­spiels­wei­se wurden Friseur-Lehrlinge zu Licht-Assistent*innen am Foto-Set. So konnten die Schüler*innen ihre Fach­kennt­nis­se anwenden und vertiefen, aber auch Fach­kennt­nis­se der anderen Berufs­grup­pe mit­er­le­ben und kennenlernen. 
Durch die Arbeit mit Selbst­in­sze­nie­run­gen setzten sich die Teilnehmer*innen mit der eigenen Person aus­ein­an­der und bekamen die Mög­lich­keit, ihrer Krea­ti­vi­tät freien Lauf zu lassen. Die Zusam­men­ar­beit fand außerdem in einem wert­schät­zen­den Mit­ein­an­der statt und die Teilnehmer*innen lernten einander in grup­pen­dy­na­misch span­nen­den Prozessen kennen.

Ergebnis / Weiterentwicklung

Das sichtbare Ergebnis des Projekts sind zehn inszenierte Fotos, eine interaktive Präsentation durch QR Code und ein den Projektverlauf dokumentierendes Making-Of Video. Das Projekt wurde im Rahmen des KUS Sommerfest und am IFP Wien (Institut für Freizeitpädagogik) als Ausstellung einem Publikum zugänglich gemacht und im Rahmen des Projektwettbewerbs der Wiener Berufsschulen interaktiv präsentiert.

Eine Projektwiederholung/Weiterentwicklung ist möglich und wird angedacht.

Making Of: https://www.kusonline.at/de/einrichtungen/kommunikationszentren/lehrlingszentrum2/projekt_interaktiv/makingof

Teilnehmer_innen

Berufs­schu­len: Chemie, Graphik und gestal­ten­de Berufe und FriseurInPerückeMaske/Weidinger&Partner
Klasse/​Gruppe: 2/3 FO (CGG) und IBA 13 (W&P)
Nina Payreder, Trainerin FriseurIn&PerückenmacherIn Weidinger&Partner
Markus Zie­gel­wan­ger, Lehrer Foto­gra­fie BS Chemie, Graphik und gestal­ten­de Berufe
Ursula Leitgeb und Ulrike Denk, KUS Netzwerk
Andi Riegler, Per­for­mance­künst­ler und MakeUp Artist
Barbara Sas, Sozi­al­päd­ago­gin in Aus­bil­dung und Fotografin

Vorstellung Projektleiter_innen

Das Projektleiterteam setzt sich aus erfahrenen Pädagoginnen im Jugendbetreuungsbereich und einem Künstler, der bereits seit mehreren Jahren Projekte (Genderswap 1, SJ 2012/13, Angst SJ 2013/14, Genderswap 2 SJ 2013/14, Haarspaltereien SJ 2014/15, Der Medicus SJ 2014/15) vor allem mit Frisörlehrlingen mitkonzipiert und durchgeführt hat.

Projektleitung:
Urike Denk, Sozialpädagogin des KUS Netzwerk
Ursula Leitgeb, Sozialpädagogin des KUS Netzwerk + Kunst- und Kulturarbeiterin mit Schwerpunkt Medienarbeit
Barbara Sas, Sozialpädagogin des KUS Netzwerk
MakeUp Artist, Kostümbildner und Performancekünstler Andreas Riegler.

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    Projekt:

    Human Reloaded

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